AGENT ASSAF BORIS BORIS_RUSSE DANA FAN JOSSI JUGENDLICHE KIND LUBA LUBA_RUSSE MASCHA MASCHA_RUSSE NAOMI NINA_SONNFELD POLITIKER PRODUKTIONSASSISTENTIN_TAMARA RABBINER REPORTERIN SAM SVETA TAXIFAHRER TECHNIKER WANJA WANJA Schei�e! JOSSI Diese Geschichte ist mir sehr wichtig, Wanja. JOSSI Sie werden deine L�ge herausfinden. Und dann werden sie sagen, wir k�nnen diesen Film nicht mehr drehen. JOSSI Das kann ich nicht zulassen. SAM And Cut! WANJA What the Fuck? DANA Hier. Das Foto der Ketuba. DANA Und? Was steht da? RABBINER Das bedeutet so viel wie. "Sie m�ssen die linke Schatulle nach rechts drehen." RABBINER Ah, das ist ein R�tsel! Ich liebe die R�tsel. ASSAF Steh auf. Whew! Ich dachte Erfolg riecht anders. Warum pennst du eigentlich immer noch hier. Kannst du dir nicht mittlerweile. ASSAF Obwohl. Wei�t du was. Du bleibst hier. Ich film' dich jetzt. WANJA Assaf, ich- ich glaube, ich kann das nicht machen. ASSAF Was? Nat�rlich kannst du. Achi, ich brauch dich hier. Ich wei�, du bist jetzt Shootingstar. Fliegst jetzt LA. Hollywood. Schmollywood. Und was ist mit mir? Was mach ich? Hier bleiben. Aber mit dir. ASSAF Ich film' dich jetzt. ASSAF Dr�ben, im Escape fehlt der Flatscreen. Und da drauf: Feinstes Wanja Germann Acting. Du wei�t doch, diese "Es gibt nicht mehr viele von uns." . . Und dann nehm ich noch. �h. deine Audio f�r KI Training. ASSAF Und falls ein Besucher kommt, wollen Hilfe, sind sie so: Ahhh oh mein Gott! Ist das Wanja fucking Germann?! Ber�hmteste Jude ganz Deutschlands? Hm, wei� man nicht. Bist du's? Ist die KI? Mysteri�s. Aber falls jemand fragt, du arbeitest hier. WANJA Ich mein die Sache mit der L�ge. Es f�hlt sich so falsch an, Jossi anzul�gen. Das ist seine Geschichte. Man, der Mann hat so viel durchgemacht. WANJA Und Dana. Ich mein, das. wir verstehen uns, als- als, als h�tten wir uns schon immer gekannt. Sie ist. klug, und sie ist. witzig, un-und sie ist hei�. WANJA Und, und, und ich hab ihr gesagt, dass ich sie liebe. ja. ASSAF Was hast du sie? �h.�h. Wie lange kennt du sie jetzt schon? Ich dachte in Deutschland sagt man sowas erst nach dritte Kind. WANJA Was h�tte ich denn. ich mein. ich mein. ich- ich musste doch irgendwie l�gen! Und mittlerweile wei� ich, dass es gar keine L�ge mehr ist. Ich.ich. ich liebe sie. ASSAF Wanja, wollen wir mal Synagoge im Dorf lassen. Warum machst du dir so viele Gedanken? Guck mal: Liebst du sie jetzt? Ja. Ist das also immer noch eine L�ge? Nein! WANJA Aber das ist ja nicht die einzige L�ge. Ich.ich. ich- Ich l�ge sie ja permanent an. Ich. l�ge dar�ber, was ich denke, ich. l�ge dar�ber, was ich will, wer ich bin. Die-, sie kennt mich als Mensch noch nicht mal richtig. ASSAF Daf�r kenne ich dich als Mensch. Glaub mir, sie verpasst nichts. . Spa�. Wanja, tu mir mal nen Gefallen. Atme mal tief ein. und aus.. ASSAF Und jetzt unterschrieb den Vertrag. Hier, hier und da. ASSAF Wanja, ich wei�. Das f�hlt sich gerade falsch an. Es ist schwer, alle anzul�gen. Sehr schwer. ASSAF Aber du kannst es schaffen. ASSAF Wanja, jetzt h�r mir zu. Erfolg haben bedeutet L�gen! ASSAF Es gibt niemanden, der erfolgreich geworden ist, ohne vorher gelogen zu haben. �berleg doch mal. Rupert Murdoch, Anna Sorokin, Lance Armstrong, Karl Theodor zu Guttenberg. WANJA Karl Theodor wa.? ASSAF Ale gro�en sind auch gro�e L�gner. Und warum brauchen wir L�gen. Weil sie sich besser anf�hlen als die Wahrheit. Ist es also deine Schuld, dass du ihnen gibst, was sie sowieso wollen? Nein! WANJA Assaf, hast du grade die Escape Room Musik angemacht? ASSAF Pschttt. Bist du nicht Schauspieler? ASSAF Und genau das ist dein Talent! Das ist das was du gut kannst. Ich glaube an dich. WANJA Es geht doch nicht darum ob ich's kann, sondern ob ich's sollte. ASSAF Solltest du. Solltest du. D-denk doch mal an alle Menschen, deren Leben du dadurch verbessern kannst. Meins. Deins. Alle, die dir wichtig sind. ASSAF Also. Let's shoot! AGENT Super, dass du's geschafft hast. Bitte. . Also erneut, dieser kleine organisatorische Fehler tut uns wirklich furchtbar leid. Ich wei� nicht, was da bei uns durcheinander gekommen ist. AGENT Wir wollten uns nat�rlich nicht von dir verabschieden, sondern von. �h. Lukas. AGENT Also ich habe ja auch immer schon gesagt. Der Wanja. Das ist einer unserer Besten. Also, ich w�rd mich wirklich total freuen, wenn wir das alles hinter uns lassen k�nnen. AGENT Und dann k�nnen wir uns ja auch direkt diesem Jossi Projekt widmen. Ja? AGENT Super. Gro�artig. Also. Jossi. Ein ganz tolles Buch und wichtig. Sehr wichtig. Und apropos wichtig. Es w�r sehr gut, wenn wir da ein klares "Go" von dir kriegen w�rden, um den Vertrag unterschreiben zu k�nnen. AGENT Super! MASCHA Warum zum Teufel bin ich pl�tzlich die Schwester des ber�hmtesten Juden Deutschlands? Kann mir das bitte jemand erkl�ren? WANJA Ja, genau. Also, deswegen wollte ich mit euch reden. Setz dich doch bitte, Mascha. MASCHA Was hast du getan? WANJA �hm. Die Sache ist die, dass ich.�hm. also, die Sache ist die.ich.�hm, f�r die Rolle, die ich angenommen habe, muss ich Jude sein, also hab' ich behauptet, j�disch zu sein und das ist alles. alles ein bisschen esk- MASCHA Wow. Okay. Abgesehen davon, dass das mega problematisch ist, hast du nicht mal dar�ber nachgedacht, mir das vielleicht zu sagen?! WANJA Do-, ja, �h klar, hab ich. MASCHA Und dann? Hattest du 'nen Kurzschluss im Gehirn und vergessen mir das zu sagen? Oder dich einfach dagegen entschieden, weil du wusstest wie verdammt nochmal schei�e ich das finden w�rde? WANJA Hey, also, das ist ja. s' auf jeden Fall alles gar kein Problem. Es wird auch alles gut, wir m�ssen einfach nur alle. Juden werden. LUBA Gospodi, spasi i sokhrani menya! LUBA RUSSE Gospodi, spasi i sokhrani menya! WANJA Nein, nein, Luba, das ist doch nur die Komb- MASCHA Moment mal. Wieder? Was bedeutet wieder? WANJA Genau, also, Luba und Papa haben ja schon einmal geholfen, das Restaurant zu einem j�dischen Restaurant zu machen. BORIS Ja, Kosher Kroshka! MASCHA Ah! Ach, deswegen lief die ganze Zeit Hava Nagila!? LUBA Kosher hei�t kein Schmand! WANJA Luba, das hast du falsch verstanden, es geht nicht darum, dass- MASCHA Ach sch�n. Ja, das freut mich. Freut mich, dass ihr so'n sch�nes gemeinsames Familienprojekt hattet. Ja, wirklich schade, dass Mama und ich erst jetzt davon erfahren. MASCHA Du wusstest davon? SVETA Ich wurde auch vor vollendete Tatsachen gestellt. MASCHA Ja, und? SVETA Was und? MASCHA Das ist jetzt ok, oder was? SVETA Nat�rlich nicht. Ich mache mir Sorgen um Wanja. MASCHA Sorgen um Wanja. Du machst dir Sorgen um Wanja. Das betrifft auch mein Leben. Gut. Selbst wenn ich jetzt bei diesem Schei� mitmachen w�rde, was ist, wenn diese L�ge auffliegt? Hmm? Ich will Richterin werden. LUBA Ich glaube in Deutschland d�rfen Juden sogar Richter werden. MASCHA Luba! LUBA RUSSE Ja ne govorju, chto mne eto nravitsja. MASCHA Man, darum geht es doch grad gar nicht! MASCHA Wanja, was denkst du, wie kommt das an, wenn ich jetzt f�r dich l�gen w�rde? Und dann kommt alles raus? Dass du nicht j�disch bist. Dass ich nicht J�din bin und alle angelogen habe. Glaubst du irgendjemand wird mich, eine l�gende Richterin, noch anstellen? WANJA Das.�hm.. Das- das-das kommt nicht raus. MASCHA Du hast keinen Moment dar�ber nachgedacht, dass auch meine Karriere an deiner L�ge h�ngen k�nnte, oder? WANJA Doch. Also, ich denke jetzt grad dar�ber nach. MASCHA Sch�n. Wie aufmerksam von dir. Dankesch�n! SVETA Wanja, aber muss das denn alles sein? Kannst nicht einen Juden spielen, ohne einer zu sein? WANJA Mama. das. das. das ist nicht so einfach. MASCHA Oder es einfach ganz sein lassen? BORIS Leute, wirklich. Zeigt doch mal Verst�ndnis f�r Wanjas Situation. WANJA Ja. BORIS Wir m�ssen jetzt zusammenhalten, dann kriegen wir das hin. MASCHA Ach ja, wirklich? Kriegen wir? . Luba soll so tun, als sei sie j�disch. Luba. Was sagt ein Jude? LUBA Gebt mir Geld. MASCHA Hm. WANJA Ja. Daran arbeiten wir noch. MASCHA Nee, ich mach da nicht mit. WANJA Mascha. MASCHA M-m. Auf keinen Fall. BORIS Aber Mascha, Wanja braucht wirklich unsere Hilfe. SVETA Er ist dein Bruder, Mascha. MASCHA Mam! SVETA I-i-ich denke nur, was auch immer wir machen, wir sollten zusammenhalten. MASCHA Zusammenhalten! F�r Wanja! Immer geht es um fucking Wanja! Mein Leben ist euch schei�egal! SVETA Das stimmt doch nicht! MASCHA Nein, es reicht! Ich werd das jetzt posten. WANJA Mascha. MASCHA Ja. Dass das alles 'ne L�ge ist. Dass Wanja nicht j�disch ist. WANJA H�r auf. Bitte! Bitte! MASCHA Dass wir alle nicht j�disch sind. WANJA Mascha. Bitte. SVETA Mascha. BORIS Warte! Bitte! Bitte nichts posten! BORIS Da h�ngt nicht nur Wanja dran. Sondern wir alle. BORIS Ich habe einen Deal mit der Produktionsfirma. WANJA Was? SVETA W- Waru- Warum sagst du mir nichts davon? MASCHA Pap. Das kannst du nicht machen. BORIS Hab ich schon. Ich habe von unserem letzten Geld den Foodtruck gekauft. Wir brauchen diesen Auftrag. Unbedingt. Weil sonst. Wir m�ssen das machen. Mit dem Geld kann ich alles bezahlen. SVETA Was kannst du damit bezahlen? BORIS Alles. Alles kann ich damit bezahlen. Das ist das Sch�ne am Kapitalismus. SVETA Was kannst du damit bezahlen, Boris? MASCHA Du hast es ihr nicht gesagt. MASCHA Klar. Du hast es ihr einfach nicht gesagt. SVETA Was hast du mir nicht gesagt?! BORIS Ich bin noch nicht dazu gekommen. LUBA Er hatte so viel zu tun. SVETA Boris! BORIS Svetuschka! SVETA BORIS! BORIS Ja. Also. es ist ein klein wenig aufgefallen, dass ich Kaviar verkauft habe, der kein Beluga Kaviar ist. BORIS Und jetzt habe ich ein klein wenig �rger mit dem Zoll. Und muss Strafe zahlen. Nicht schlimm. MASCHA Pap. BORIS Schlimm. Sehr schlimm. SVETA Wie schlimm? Wi-wir haben kein Geld, um eine Strafe zu zahlen. Hei�t das, wir verlieren das Restaurant? BORIS Na ja. also nein. Wenn wir das Catering machen, dann k�nnen wir alles bezahlen. WANJA Paps. BORIS Es ist, wie es ist. BORIS Wir m�ssen das machen. Auf jeden Fall. Wenn wir Wanja nicht unterst�tzen, dann ist alles verloren. WANJA Danke, Mascha. MASCHA Ich hab das nicht f�r dich getan. WANJA Ich wollte dich da nicht. MASCHA Fick dich! SVETA Holger hatte Recht. WANJA Wer ist Holger? DANA Kaffee ist fertig. DANA Was genau suchst du eigentlich? NAOMI Nichts. Nichts. Nur nach 'nem M�nnershampoo, oder 'ner weiteren Zahnb�rste. Oder 'nem T-Shirt. DANA Wow. NAOMI Was soll ich machen, du erz�hlst ja nicht, wie es mit Mr. Style l�uft. DANA Vielleicht will ich einfach nicht dar�ber reden. NAOMI Siehst du! . Es bleibt mir nichts anderes �brig! DANA Ich dachte eigentlich, dass du mich besuchen kommst, weil du deine Schwester sehen willst. NAOMI Ja, nat�rlich. Das will ich auch. Und ich will wissen, wie es bei ihr und ihrem hei�en Typen l�uft, der auf der Bar Mitzwah meines Sohnes allen Menschen, die mir lieb sind, das Leben gerettet hat. Nichts weiter. DANA Aber du erz�hlst es nicht Mama. NAOMI Ja. DANA Kennst du das, wenn's eigentlich gut l�uft, aber du irgendwie das Gef�hl hast, dass der Typ dich bel�gt. Ich hab versucht, das zu ignorieren. NAOMI Sehr gut. Ich wette, deine Therapeutin ist richtig stolz auf dich. Nicht alle M�nner sind wie Papa. DANA Wanja hat mich belogen. NAOMI Okay. Alle M�nner sind gleich. DANA Alles, was ich �ber ihn dachte, ist nicht wahr. NAOMI Oh Mann, du arme. NAOMI Wer ist die andere? DANA Welche andere? BORIS Sveta? Sveta? BORIS Hallo? SVETA Dass ich f�r eine Zeit lang zu meiner Tante fahre, hat nichts mit dir oder Mascha zu tun. Nur mit mir und deinem Vater, okay? WANJA Alles gut, Mama. Ich bin keine zw�lf mehr. Ich denk nicht automatisch, dass ich schuld bin. SVETA Ich brauch nur ein bisschen Zeit, um nachzudenken. WANJA Moment mal. Bin ich schuld? Also, h�- h�tte ich nicht die ganze Zeit versucht, die Rolle zu bekommen. SVETA Wanja! SVETA Ich wollte dir noch etwas anderes sagen, bevor ich fahre. Ich habe dich immer dazu gedr�ngt, das mit dem Theater und dem Film aufzugeben. WANJA Hast du mit Viktor 'nen neuen Termin gemacht? SVETA Nein, ich will dir das jetzt erkl�ren. SVETA Ich hatte Angst um dich, Wanja. Ich habe mir ein normales Leben f�r dich gew�nscht. Ich habe mir Sicherheit gew�nscht. Ich hatte die Sorge, dass dir bei der Schauspielerei keine Chancen gegeben werden. WANJA Ich wei�. Du hast gedacht, ich bin nicht gut genug. SVETA Nein. Das dachte ich nie. Du bist ein guter Schauspieler. Wei�t du noch das erste St�ck, in dem du die Hauptrolle gespielt hast? WANJA Die Premiere, bei der du gegangen bist? SVETA Ich bin nur gegangen, weil ich nicht wollte, dass du siehst, dass ich geweint habe. SVETA Ich habe immer gemacht, was meine Familie von mir erwartet hat. Ich habe mich nie getraut, etwas anderes zu machen als das, was ich sollte. SVETA Und dann bin ich die Person geworden, die dir gesagt hat: Mach das nicht. Geh nicht deinen eigenen Weg. Das tut mir leid. SVETA Wanja. Wanja, was ich dir sagen will, ist, dass ich stolz auf dich bin. Du kannst ihnen beweisen, dass du. dass du gut genug spielst. Aber. wie du das jetzt machst, mit einer L�ge. Das ist wie dein Vater das machen w�rde. Das ist sein Weg. Ich sage dir nicht, dass du aufgeben sollst. Ganz im Gegenteil. Ich sage dir: Mach das weiter. Aber mach es richtig. Baue nicht das alles auf eine L�ge auf. WANJA Das ist leider. es. Es ist. es ist leider nicht so einfach, Mama. SVETA Das ist so einfach. Sag ihnen, ich kann das spielen. SVETA Du kannst das spielen. KIND Papa! Guck mal! Da! JUGENDLICHE Digga, ist das nicht. Wanja Germann?! TAXIFAHRER Juten Tach, Herr Germann, m�ssen se irgendwohin? WANJA Ja. TAXIFAHRER Na dann los, steigen se ein! MASCHA Du bist so'n Idiot, Papa. BORIS Dabei sagen sie ja immer: "Eine Russische Frau verl�sst ihren Mann nicht, eine Russische Frau beerdigt ihn." MASCHA Hast du noch mal Gl�ck gehabt. BORIS Hat sie dir gesagt, wo sie ist? MASCHA Ja. Aber so funktioniert ne Auszeit nicht, Papa. Du kannst da nicht vorbeikommen. BORIS Ja. Ja. Du hast ja recht. BORIS RUSSE Kakaja u menja umnaja dotsch. BORIS RUSSE Ty dumaesch, ona zachochet vernut'sja ko mne posle etowo Auszeita? MASCHA RUSSE Ja ne snaju. Ja ne snaju, chto ona chochet. MASCHA RUSSE Ja dumaju, ona zasluzhivaet togo, chtoby ty byli s nej chestny. TAXIFAHRER So, da sind wir. Nee, passt schon, passt schon. Soll ick sie nacher noch irgendwo hinbringen? WANJA �h. nee, okay, alles gut. Na dann. TAXIFAHRER Okay. Ciao. FAN Herr Germann! FAN Herr Germann! Sie sind so eine Inspiration f�r mich. Darf ich ihnen was zeigen? WANJA Ja. ja, es kommt darauf an, was. WANJA Oh. Oh! Wow. . Cool? Cool. REPORTERIN Was ist ihre Meinung zum Nahostkonflikt? WANJA Warum soll ich mich dazu �u�ern? REPORTERIN Weil Sie Jude sind. WANJA Okay. �hm. ich-ich. WANJA Ich bin dagegen. REPORTERIN Gegen was? WANJA Gegen den Konflikt. REPORTERIN �hm, Herr Germann, noch ein kurzes Statement bitte- POLITIKER Herr Germann, darf ich ein Video mit ihnen machen? WANJA �h- POLITIKER Ich bin hier mit Wanja Germann. An euch alle da drau�en. Die j�dische Community in Deutschland m�ssen wir vor islamistischen �bergriffen sch�tzen. So wie mein Freund Wanja das vor seiner Synagoge. WANJA �hm, ich glaube nicht, das das ein Isla. POLITIKER Nur, wenn wir zusammenhalten, k�nnen wir die Islamisierung unseres Abendlandes verhindern. POLITIKER Danke. WANJA .mist. REPORTERIN Herr Germann! Bitte noch ein kurzes Statement dazu! WANJA Hi, Dana. Hi! DANA Gro�e Garderobe. Gr��er als meine zumindest. Aber wahrscheinlich bekommt man sowas, wenn man pl�tzlich Deutschlands bekanntester Jude ist. Deine L�ge lohnt sich. WANJA Dana, es. DANA Was denn? Es tut dir leid!? Es- es tut dir leid, dass du mich die ganze Zeit lang angelogen hast? Und dass du mich benutzt hast, um an die Rolle zu kommen? WANJA Nein, nein. So war das nicht. Wirklich nicht. Wirklich, DANA Das soll ich dir jetzt glauben, ja? WANJA Was h�tte ich denn machen sollen? H�tte ich dir sagen sollen, dass ich die ganze Zeit gelogen hab'? Und dass mir das alles �ber den Kopf gewachsen ist! Was h�ttest du dann gemacht?! DANA Woher soll ich das bitte wissen? WANJA I-ich, ich hatte doch gar keine andere M�glichkeit! DANA Du hattest tausend fucking andere M�glichkeiten. WANJA Als wir uns kennengelernt haben, da hast du doch auch behauptet, dass ich in 'nem Tatort mitgespielt hab. DANA Das ist doch was ganz anderes. WANJA Wieso denn? DANA Weil ich gelogen habe, um dir zu helfen. Mit 'ner L�ge, die niemandem weh tut. Aber du machst das nur f�r dich! Und obwohl du wusstest, wie sich das f�r mich mit meinem Vater angef�hlt hat, hast du mir trotzdem was vorgespielt. Und ich, Idiotin, ich wollte dir glauben. Ich wollte glauben, dass der Typ, in den ich mich diesmal verliebt habe, kein Arsch ist! WANJA Ich wollte dich nie verletzen. Und mir tut nichts mehr weh, als dass du denkst, dass ich dich nur benutzt h�tte, um an die Rolle zu kommen. Das stimmt nicht. Du bist die coolste Person, die ich kenne, Dana. Und einfach nur in deiner N�he zu sein, macht mich extrem gl�cklich. Und es kotzt mich an, dass ich dich anl�gen musste. DANA Du musstest �berhaupt nichts. Du hast dich selbst daf�r entschieden. WANJA Fair enough. DANA Und wei�t du was? Du h�ttest in jedem einzelnen Moment, bei jeder einzelnen L�ge, die M�glichkeit gehabt, die Wahrheit zu sagen. Du hast sie immer noch. DANA Wie stellst du dir das vor, Wanja? Ich k�nnte niemals mit jemandem zusammen sein, der eine L�ge lebt. Dann w�rde ich selber eine leben. PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Herr Germann, ich w�rde Sie bitten, mich zum Verkabeln zu begleiten. DANA Du musst aufh�ren zu l�gen, Wanja. TECHNIKER Also ich wollte Ihnen nur mal sagen, das es 'ne Riesen-Ehre ist f�r mich, Sie verkabeln zu d�rfen. WANJA Hmm? Was? TECHNIKER Ja, Sie sind ne Inspiration f�r uns alle. WANJA Okay. D-danke? TECHNIKER Nein. Ich danke Ihnen. TECHNIKER Mein Gro�vater hat ja auch viele Menschen vor den Nazis gerettet. WANJA Wirklich, ja? PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Fertig? TECHNIKER �h, ja. Gut. PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Danke. TECHNIKER Danke. PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Kommen Sie bitte mit? WANJA Mhm! PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Herr Germann ist jetzt so weit. WANJA �hm. K�nnt' ich nochmal- K�nnt' ich nochmal ganz kurz nen Moment irgendwie. �hm. PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Ja, nat�rlich. PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Herr Germann muss die Toilette benutzen. WANJA Was? PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Gro� oder klein? WANJA �h, was? PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Nur wegen der Zeit. WANJA Achso, k- klei- klein? PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Herr Germann muss klein. PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Ah super, kommen Sie mit. Ich zeig Ihnen wo Sie lang m�ssen. PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Herr Germann ist fertig, ich wiederhole, Herr Germann ist fertig. NINA SONNFELD Guten Abend! Herzlich willkommen! PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Ich gebe Ihnen dann das Zeichen. NINA SONNFELD Unser erster Gast, hat etwas getan, das viele von uns tief bewegt hat. Ein einzelner Mann, ein entschlossener, mutiger Moment, als er einen Anschlag auf eine Synagoge verhindert hat. Wir freuen uns sehr, dass er gekommen ist. Bitte begr��en Sie: Wanja Germann. PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Wanja? PRODUKTIONSASSISTENTIN TAMARA Herr Germann? NINA SONNFELD Herzlich willkommen, Herr Germann. WANJA Hallo, Frau Sonnfeld. Danke! Danke f�r die Einladung. NINA SONNFELD Herr Germann, was haben Sie in diesem ersten Moment gedacht, als Sie diesen Attent�ter gesehen haben? WANJA �h.Das kann ich gar nicht genau sagen, weil das alles so wahnsinnig schnell ging. NINA SONNFELD Sie haben einfach gehandelt. Sie mussten ihn aufhalten. WANJA Genau. Ja. NINA SONNFELD Das ist ein beeindruckendes Ma� an Zivilcourage. NINA SONNFELD Bevor wir genauer beleuchten was Sie zu diesem Moment gebracht hat. NINA SONNFELD Reden wir doch erstmal �ber Sie, Herr Germann. Sie sind Schauspieler, sie stehen sonst auf der B�hne oder vor der Kamera und Sie spielen in der Verfilmung des internationalen Bestsellers Jossi die Hauptrolle. WANJA Wow! Ja, echt? Also, hab ich die Rolle? NINA SONNFELD Was bedeutet Ihnen diese Geschichte als Jude? WANJA Das kann ich gar nicht so genau sagen, weil ich gar kein Jude bin. WANJA Also nein, w-wirklich. Ich hab' das alles nur behauptet, um die Rolle zu bekommen. WANJA War nur ein Spa�! WANJA Wirklich, es ist mir eine besondere Ehre, Jossi zu spielen. Und das nicht nur, weil ich Jude bin.